Der (angeblich) ganz normale Alltag - Teil 2 - Das Märchen von der "German Angst"

Der Begriff German Angst kommt laut der deutschen Wikipedia aus dem angelsächsischen Sprachraum und beschreibt eine kollektive Verhaltensweisen (eine Art von Zögerlichkeit) der Deutschen, die Briten und Nordamerikaner angeblich als charakteristisch und typisch empfinden. Als Ursprung dieses Begriffes "German Angst", von dem immer wieder behauptet wird, er wäre in den allgemeinen Sprachgebrauch von Amerikanern und Briten als Germanismus wie z.B. "Kindergarten" oder "Weltschmerz" eingegangen, will z.B. die Tageszeitung "Die Welt" konservative US-Politiker ausgemacht haben, die diese Wortschöpfung als abwertenden Kampfbegriff während des 2.Golfkrieges etablierten, als die damalige deutsche Regierung mit den US-Amerikanern in Sachen Irak-Invasion nicht mitzog.
Merkwürdigerweise findet man aber im w.w.w. fast nur deutschsprachige Artikel über den angeblich so gängigen und häufig benutzten Germanismus, so dass bei genauer Betrachtung in mir der Gedanke aufkommt, dass in Deutschland nur der Eindruck entstehen soll, als ob im angelsächsischen Sprachraum die Begriffe Angst und Deutschland eine Einheit bildeten. Ich habe mir Gedanken gemacht, was eventuell Gründe dafür sein könnten.

Zum Teil cineastisch - von Pasolini bis Bonanza - Nicht-Aktuelles aus der Film- und Fernsehwelt - Teil 1 - The Set Up von 1949 (Regie: Robert Wise)

Der erste Film, über den ich auf meiner Website schreibe, entstand im Jahre 1949 unter der Regie von Robert Wise (1914 - 2005) und erschien in Deutschland unter dem Titel Ring frei für Stoker Thompson (original The Set Up). Ich weiß nicht, ob ich den Film je in den 1970ern oder 1980ern Jahren schon einmal im TV gesehen hatte, aber zumindest war mir der Schauspieler Robert Ryan (1909 - 1973) aus etlichen Krimis und Western der Güteklasse A ein Begriff: Hour of the Gun 1967 (mit Jason Robards, James Garner), The Wild Bunch 1969 (Regie: Sam Peckinpah), Crossfire 1947 (mit Robert Mitchum).

Als ich jung war, konnte man wirklich noch gute Filme - vielleicht nicht grade die aktuellsten - im Fernsehen anschauen oder sehen: Ich kann mich entsinnen, dass ich im DDR II einen anderen Boxerfilm mit Kirk Douglas aus dem gleichen Jahr gesehen hatte, als es dort eine Kirk-Douglas-Reihe mit etlichen Filmen wochenlang mittwochs gab. Auch in den dritten Programmen des West-TV liefen -zig Retrospektiven, z.T. im O.m.U..
Damit der Leser die Chance hat, sich ein eigenes Urteil über diesen Film zu bilden oder einfach nur zu "konsumieren", habe ich hier einen The Set Up von 1949 - Original-Version in englischer Sprache mit dem Film im Original. Viel Spaß dabei.

Kurze Film-Info des Boxer-Filmes The Set Up

The Set up wurde innerhalb von nicht ganz drei Wochen von der Filmproduktionsfirma RKO Radio Pictures in Schwarz/ Weiß gedreht. Die kurze Drehzeit, die Tatsache, dass nicht in Farbe gedreht wurde und vor allem die Filmdauer von 73 Minuten Länge, weisen ihn als B-Film aus. Die Handlung basiert auf einen Gedicht von Joseph Moncure March und beschränkt sich auf wenige Stunden im Leben des (fiktiven) Boxers Stoker Thompson, der seine beste Zeit hinter sich hat, das aber nicht wahr haben will.

Der (angeblich) ganz normale Alltag - Teil 1 - Asylbewerber und Staat werden von Vermietern abgezockt und keine PEGIDA, die dagegen protestiert

Vor knapp 10 Jahren ließ der damalige Regierende Bürgermeister Wowereit im ehemaligen Ost-Berlin Wohnungen abreißen, die erst in den 80er Jahren gebaut worden waren; Grund: Angeblich standen zu viele Wohnungen leer. Zwar suchten schon damals Studenten verzweifelt nach Wohnraum, Obdachlose gehörten seit jeher zu Berlin und jedem halbwegs zurechnungsfähigen Politiker war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ein Flüchtlingsstrom (von woher auch immer) bald Deutschland zum Ziel haben würde.
Wieso regen sich eigentlich PEGIDA-Anhänger nur über die Kosten der Asylbewerber auf, aber nicht über die Leute, die wirklich davon profitieren? Wieso wird nicht vor deren Häusern protestiert/ demonstriert?
Immerhin lässt das Lageso bis zu 50 Euro/Kopf täglich springen, wenn es Flüchtlinge in Hostels unterbringt.

Framat - Meine Welt der Musik - Teil 1 - James "Blood" Ulmer: Harmolodics & Blues - eine Biografie

Mein erster Artikel auf dieser Site unter meinem Blog Meine Welt der Musik befasst sich mit James "Blood" Ulmer einem US-amerikanischen Gitarristen, der etwa zeitgleich mit Jimi Hendrix (1942 - 1970) seine Karriere als Gitarrist begann und von Einigen als Bindeglied zwischen dem letzt Genannten und dem für sein Oktav-Spiel (mit dem Daumen) berühmten Wes Montgomery (1923 - 1968) gilt. Diese Aussage scheint mir aber eher musik-historisch gemeint zu sein, als das die musikalische "Verwandtschaft" zu den beiden Ausnahme-Gitarristen stilistisch beseht. Zu Lebzeiten von Montgomery und Hendrix war Ulmer vermutlich nur ein weiterer Jazz- und R&B-Gitarrist unter vielen; das scheint zumindest so, wenn man sich seine Aufnahmen von 1964 bis 1970 als Begleitgitarrist von Organisten wie Hank Marr oder Big John Patton anhört.

Allerdings ist auch klar (vielleicht nicht jedem), dass Ulmer schon zu dieser Zeit auf der Suche nach etwas Eigenem gewesen sein muss. Leider kenne ich keine Aufnahmen aus der Zeit, aber Ulmer verließ Detroit um 1971 in Richtung New York City, weil er in Detroit keine Auftritte mit seiner eigenen Musik fand und deshalb auch noch einer Band mit eher konventionellem Jazz führte.
Mein Artikel bietet eine Übersicht über die Stationen als Musiker im Leben von James Blood Ulmer und ist kein Machwerk, dass ich aus verschiedenen anderen Berichten im www. zusammen kopiert habe. Auf diese Feststellung lege ich großen Wert.

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