Framat - Meine Welt der Musik - Teil 1 - James "Blood" Ulmer: Harmolodics & Blues - eine Biografie

Mein erster Artikel auf dieser Site unter meinem Blog Meine Welt der Musik befasst sich mit James "Blood" Ulmer einem US-amerikanischen Gitarristen, der etwa zeitgleich mit Jimi Hendrix (1942 - 1970) seine Karriere als Gitarrist begann und von Einigen als Bindeglied zwischen dem letzt Genannten und dem für sein Oktav-Spiel (mit dem Daumen) berühmten Wes Montgomery (1923 - 1968) gilt. Diese Aussage scheint mir aber eher musik-historisch gemeint zu sein, als das die musikalische "Verwandtschaft" zu den beiden Ausnahme-Gitarristen stilistisch beseht. Zu Lebzeiten von Montgomery und Hendrix war Ulmer vermutlich nur ein weiterer Jazz- und R&B-Gitarrist unter vielen; das scheint zumindest so, wenn man sich seine Aufnahmen von 1964 bis 1970 als Begleitgitarrist von Organisten wie Hank Marr oder Big John Patton anhört.

Allerdings ist auch klar (vielleicht nicht jedem), dass Ulmer schon zu dieser Zeit auf der Suche nach etwas Eigenem gewesen sein muss. Leider kenne ich keine Aufnahmen aus der Zeit, aber Ulmer verließ Detroit um 1971 in Richtung New York City, weil er in Detroit keine Auftritte mit seiner eigenen Musik fand und deshalb auch noch einer Band mit eher konventionellem Jazz führte.
Mein Artikel bietet eine Übersicht über die Stationen als Musiker im Leben von James Blood Ulmer und ist kein Machwerk, dass ich aus verschiedenen anderen Berichten im www. zusammen kopiert habe. Auf diese Feststellung lege ich großen Wert.

Vom Gospel South Carolina's zum Doo-Wop in Pittsburgh, Pennsylvania 1940 - 1960

James Ulmer wurde im Februar 1940 (nicht wie oft geschrieben 2 Jahre später) in einem kleinen Dorf in South Carolina, USA, als Sohn eines Predigers geboren. Er trat mit seinem Vater und seinen Brüdern in einem Gospel-Quartett auf, in dem er die Gitarre spielte. Obwohl der junge James Ulmer es kaum erwarten konnte musikalisch wie auch sonst seine eigenen Wege zu gehen und obwohl er in dem Quartett strikte Anweisungen seines Vaters zu befolgen hatte, bezeichnet sich Ulmer als Gospel-Gitarrist und weder als Jazz- noch Blues-Gitarrist:
"Anfang der 1970er Jahre spielte ich mit (dem Schlagzeuger) Art Blakey (1919-1990); da war mein Spiel am nächsten am Jazz, aber ich hatte nicht sehr viele Möglichkeiten oder längere Zeiträume, in denen ich das spielte, was allgemein unter Jazz verstanden wird....mein Geburtsort, in dem ich bis zum Teenager-Alter lebte, hatte kaum Blues zu bieten und da mein Vater Prediger, war Blues soundso Tabu."
Mit 17 Jahren verließ Ulmer South Carolina und lebte mit einem Bruder bei seiner Tante in Pittsburgh (hatte 1960 ca. 600.000 Einwohner), die ihn nach kurzer Zeit nahe legte, sechs Dollar Miete pro Woche aufzubringen, wie sei ihr egal, solange es nur ehrlich verdientes Geld sei. Da die bei den damaligen Jugendlichen - schwarz wie weiß - die angesagte Musik damals Doo-Wop war und Ulmer bereits Erfahrung als Gitarrist in Gesangsgruppen hatte, stieg er bei den Del-Vikings als Gitarrist für die Dick Clark Caravan Tour ein. Dick Clark war der Moderator von American Bandstand, einer der bekanntesten Musiksendungen im US-TV. Die Del-Vikings hatten sich 1955 in Pittsburgh gegründet, als sie bei der US Airforce stationiert waren und hatten sowohl schwarze wie weiße Sänger, was damals doch eher eine Ausnahme war. Im Jahr 1957 hatten sie mit Come go with me einen Millionen-Hit gelandet, denen zwei weitere folgen sollten: Whispering Bells und Cool shake. Übrigens war der Lead-Vocalist von "Cool shake" Gus Backus, der mit einigen anderen Mitgliedern nach Deutschland versetzt wurde und dort eine Solo-Karriere startete. Umbesetzungen wegen Versetzungen ins Ausland und ungültige Plattenverträge der minderjährigen Del-Vikings führten schließlich dazu, dass sich zwei Gruppen unter diesen Namen bildeten und sich James Ulmer einer dieser für die erwähnte Tour anschloss.
Mit dem Erfolg von Jimmy Smith (1925 - 2005) hatte sich in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre die Hammond Organ als Jazz- und R&B-Instrument voll etabliert, so dass sich Ulmer der lokalen Ernie Goldsmith Organ Combo als festes Mitglied anschloss, aber er spielte auch - laut eigener Aussage - "... in der damals am härtesten arbeitenden R&B Band ohne Plattenvertrag" namens Jewel Bryner & her Swing Kings, deren Bühnenshow u.a. darin bestand, sich während des Auftritts die Perücke vom kahl geschorenen Schädel zu reißen. Wenn sich die Möglichkeit ergab, stieg er bei etablierten Organisten wie Jimmy Smith oder Richard "Groove" Holmes (1931 - 1991) für einige Lieder ein, wenn diese in Pittsburgh auftraten. Auslöser und Ansporn für James Ulmer sich näher mit der Jazzgitarre zu beschäftigen, war ein noch jüngerer (als Ulmer), äußerst talentierter in Pittsburgh geborener Gitarrist namens George Benson (geboren 1943), der erst zum Gitarristen von Jack McDuff (1926 - 2001) in dessen Organ Combo und später zum Cross-over-Star in eigener Sache aufsteigen sollte.

Columbus, Ohio und Detroit, Michigan - die Zeit der Organ Combos und Plattendebüt als Sideman 1961 - 1970

Um 1960/61 schlug James Ulmer sein Lager in Columbus, Ohio auf, wo er in der Band des Organisten Hank Marr (1927 - 2004) die Position des Gitarristen inne hatte. Marr war ein klassisch geschulter Pianist, der 1961 einen Plattenvertrag bei King Records unterschrieben hatte, dort auf Wunsch des in Cinncinnati, Ohio ansässigen Platten-Labels stilistisch eher in die Richtung von Bill Doggett (1916 - 1991) als Jimmy Smith aufnahm, d.h. eher in Richtung R&B als Soul Jazz.
Für mich erstaunlich bewertete James Blood Ulmer in einem Interview von 2006 das Spiel Hank Marr's als progressiver als das Spiel von Jimmy Smith. Aber vielleicht liegt das auch an den King Record Veröffentlichungen, die ich von ihm kenne. Ich kann mich noch gut entsinnen wie erstaunt ich war, als ich eine Jamey Aebersold-Play-Along-CD von Hank Marr hörte; irgendwie hatte ich ihn eher als etwas rauheren Blues-Organisten eingestuft, was ein Instrumental-Hits wie Greasy Spoon erwarten ließ.
Während seiner Zeit in Columbus spielte Ulmer in Back Up Bands, wo er z. B. Dionne Warwick (geb. 1940 und bekannt für ihre von Burt Bacharach produzierten Platten) und andere bekannte Acts, die auf Durchreise waren, begleitete. "Wenn man zu dieser Zeit keine Lieder von James Brown oder Ray Charles im Repertoire hatte, wurde man als Band nicht so häufig gebucht" erinnert sich Ulmer an diese Zeit.
Durch Hank Marr angeregt lernte Ulmer außer R&B und Jimmy-Smith-Funk die Jazzstandards. In einem Interview betonte Ulmer wie viel er von diesem Musiker gelernt hatte und wie wichtig diese Zeit für ihn war. Mit dieser Band machte er auch 1964 sein Platten-Debüt auf King Records, die aber die Aufnahmen erst 1967 als die LP Sounds from the Marr-ket place veröffentlichten, auf der Tenor-Saxophonist und Flötist George Adams (1940 - 1992) ebenfalls debütierte. "Es ist wie in die Schule gehen: Man lernt nicht alles in einem Jahr. Vom siebenten Lebensjahr bis zum 15. spielte ich Gospel, vom 17. bis in meine Zwanziger R & B, dann spielte ich Freie Musik und danach spiele ich seitdem meine eigene Musik".
1967 wechselte Ulmer seinen Wohnsitz nach Detroit, wo er in der House Jazz Band des 20 Grand Club spielte. Dieser Club hatte ein weiteres Stockwerk, auf dem die R & B/ Soul-Band Parliament aus der später dann Funkadelic wurde.
"In Detroit spielten alle bedeutenden Jazzer von Miles Davis über John Coltrane bis zu Wes Montgomery. Detroit war das Trainingslager für New York." Wes Montgomery war allerdings nicht sehr beeindruckt, als er Ulmer bei einem Live-Auftritt sah:"Wes war mein Idol: Ich imitierte seinen Stil über seine Musik hinaus. Als ich in seiner Heimatstadt Indianapolis spielte, war er tatsächlich unter den Zuschauern und ich versuchte, mehrere Male ihn auf mich aufmerksam zu machen, wurde aber sogar von ihm ignoriert, als ich direkt neben ihm stand. Nach diesem Erlebnis entschied ich, er diente nicht mehr als Vorbild." In Detroit kam James Blood Ulmer auch mit dem Motown Record Label in Berührung: "Das war nur für den Broterwerb: Mal spielte man dort 16 Takte, dann an einer anderen Stelle acht Takte und an einem anderen Lied noch einmal acht. Ich erkannte die Lieder gar nicht und habe mir das Endprodukt auch nie angehört."
Während seiner Zeit in Detroit spielte Ulmer mit dem Organisten Big John Patton als Band-Leader für das legendäre New Yorker Blue Note Label mehrere Aufnahmen ein, die auch teils zeitnah (1969), teils Jahre später veröffentlicht wurden.

Die siebziger Jahre - New York City, Ornette Coleman und Harmolodics

1971 machte Ulmer New York City zu seinem Zuhause, mit der Absicht Miles Davis (1926 - 1991) zu treffen. Stattdessen traf er aber den Schlagzeuger Billy Higgins (1936 - 2001), der zur ersten Band des Altsaxophonisten und Komponisten Ornette Coleman (1930 - 2015) gehörte und schon mit Coleman vor dessen New Yorker Zeit in Los Angeles gespielt hatte. Noch im gleichen Jahr spielte Ulmer mit den Schlagzeugern Art Blakey und Rashied Ali (1933 -2009) in jeweils ihren Bands. Hier erstaunt doch eine große Bandbreite: Während Blakey 1971 doch schon zu den Etablierten zählen konnte, war Rashied Ali, der John Coltrane (1926 - 1967) in dessen freiester Phase an den Drums unterstützte, genau wie Ornette Coleman eindeutig Avantgarde.
Billy Higgins lud Ornette Coleman zu einer der Sessions mit Ulmer ein. Darauf hin folgten 6 Monate intensives Proben in Coleman's Haus, in das Ulmer einfachheitshalber gleich einzog, um Zeit bei den Proben, die nicht selten acht Stunden und länger dauerten, zu sparen. Erst nach einem halben Jahr gab Coleman grünes Licht für ein gemeinsames öffentliche Auftreten in einer Band: der ersten Variante von mehreren Prime Time-Besetzungen Coleman's.

Während dieser Zeit entdeckte Ulmer auch seine Power Chord tunings:"Ich hatte diese Stimmung nicht kreirt oder geschaffen; man muss nichts schaffen, alles ist schon immer da. Ich habe die Stimmung nur entdeckt, als ich davon träumte und sie einfach ausprobiert. Nur weil es sonst niemand anderer entdeckt hatte, heißt es noch lange nicht, dass ich es geschaffen habe. There is only one creator (übersetzt: nur Gott schafft)!" Halleluja, möchte ich fast bemerken, wenn nicht James Blood Ulmer schon seit Jahrzehnten ein Moslem wäre.
Das harmolodische Konzept Coleman's, dass Ulmer auf sein Gitarrenspiel übertrug, stellte grob gesagt weniger Harmoniefolgen (wie die damals etablierten Jazzer) oder bestimmte Skalen (wie z.B. die modalen Jazzer) in den Vordergrund des Spielens (und also auch Improvisierens), sondern hatte ein offeneres Konzept vor Augen bzw. Ohren. Man ist sich der Bedeutung von Akkorden und Tonleitern bewusst, richtet sich aber nicht unbedingt immer nach ihnen, wenn eigene Ideen nicht in diese Konzepte passen, sondern lässt "Verletzungen" bzw. Überschreitungen dieser Grenzen zu, wenn es für die Musiker einen "Sinn" macht.
Diese Philisophie kam der Loft-Jazz-Szene sehr entgegen, wo Ornette Coleman und später besonders James "Blood" Ulmer an Bedeutung gewannen: Loft Jazz war weniger ein Stil als eine Bewegung, die sowohl Avantgarde-Jazzer wie auch einige wenige ("schrägere") Traditionalisten miteinschloss. Man schaffte sich in alten nicht mehr genutzten Fabriken neue Auftrittsorte, weil die etablierten Jazz-Clubs mit Gedeckzwang keine Interesse an dieser Musik hatten und es immer weniger Auftrittsmöglichkeiten gab. Die Knitting Factory war wohl der bekannteste Club für diese Bewegung, die u.a. mit Sam Rivers (1923 - 2011), dem Art Ensemble of Chicago, Arthur Blythe (geboren 1940), Joseph Bowie (geboren 1953) ,Olu Dara (geboren 1941), Antonny Braxton (geboren 1945) in Verbindung gebracht wurde.
1978 gab Ulmer dann sein Plattendebüt mit Tales of Captain Black, dass er im Nachhinein aber doch noch als eine weitere Session unter der Leitung von Ornette Coleman inkl. ihm und seiner damaligen Band betrachtet (mit E-Bassist Jamaaladeen Tacuma (geboren 1956) und Schlagzeuger und Ornette's Sohn Denardo Coleman (geboren 1956).

Are you glad to be in America? Vom Indie Rough Trade zu CBS

Mit Ulmer's Solo-Platte wurden Manager auf ihn aufmerksam und er konnte seinen Bekanntheitsgrad im Vorprogramm von Captain Beefheart und P.I.L. über das Jazz-Publikum hinaus ausweiten. Das führte im Januar 1980 zu erneuten Platten-Aufnahmen und zu Ulmer's wahrscheinlichen bekanntesten Lied, das dieser Platte auf den Titel gab Are you glad to be in America? In NYC aufgenommen, in London abgemischt und auf dem New Wave-Label Rough Trade veröffentlicht, etablierte diese LP James Blood Ulmer als Bandleader und Ausnahme-Gitarrist. Feste Bandmitglieder waren nun Amin Ali am E-Bass und Calvin Weston am Schlagzeug.
Durch den Erfolg dieser LP wurden größere Plattenfirmen aufmerksam und umwarben Ulmer, der nun die Auswahl zwischen Atlantic Records, Warner und CBS hatte: Ulmer entschied sich für CBS und unterschrieb einen Vertrag über drei Platten.
Nach zwei Platten Free Lancing (1981) und Black Rock (1982) forderte die Plattenfirma eine Wiederauflage von "Black Rock", aber dieses Mal sollte es Cover-Versionen von Jimi Hendrix- und Bruce Springsteen-Kompositionen enthalten. Da Ulmer nicht interessiert war, sich auf Befehl zu wiederholen, setzte er durch, dass sein drittes Album Odyssey (1983) mit anderen Musikern und ohne Bass aufgenommen wurde: Charles Burnham (geboren 1950) an der Violine und Warren Benbow (geboren 1954) an den Drums.
Künstler und Plattenfirma trennten sich. In den folgenden 10 - 15 Jahren veröffentlichte James Blood Ulmer immer wieder eigene Platten und war als Gastmusiker auf Veröffentlichungen von anderen vertreten; hervor heben kann man Harmolodic Guitar With Strings von 1993, die Aufnahmen mit Ulmer und einem Streichquartett in den Mittelpunkt stellte und das Projekt Phalanx, das Ulmer zusammen mit dem Saxophonisten und Sänger George Adams führte und drei Veröffentlichungen in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre hatte.

Nach sechs Jahrzehnten nun doch noch Blues - James "Blood" Ulmer im 21. Jahrhundert

" Eine Blues-Platte aufnehmen? Daran habe ich noch nie gedacht?" war die abwehrende Antwort von Ulmer, als ihm Vernon Reid (geboren 1958), Gitarrist von Living Color diesen Vorschlag unterbreitete. Einen Monat lang dauerte dann Reid's Überzeugungsarbeit, um Ulmer für seinen Vorschlag zu gewinnen. Die Gitarre war und ist das Blues-Instrument schlechthin, aber Ulmer interessierte sich schon als junger Musiker in Ohio nur für Jazzer wie Art Blakey, Miles Davis, John Coltrane. "Ich war faziniert von dieser Musik, aber kam nicht darüber hinweg, dass niemand von ihnen einen Gitarristen in seiner Band hatte. "Warum war das bloß so?", war meine große Frage!"
Vernon Reid dagegen war ein großer Bewunderer von Carlos Santana, der selbst erst durch die Musik des Bluesgitarristen Bobby Parker (1937 - 2013) auf die Idee kam, Gitarre spielen zu wollen. Reid befasste sich mit Jazz, weil Santana sich auf den Alben Caravanserai (1972) und Love Devotion Surrender (1973) mit Jazz beschäftigte. 1980 stieg er bei Ronald Shannon Jackson and the Decoding Society (1940 - 2013) als Gitarrist ein. Jackson, der schon mit Ulmer und Ornette Coleman gespielt und aufgenommen hatte (als Schlagzeuger) und in das Konzept der Harmolodics eingeweiht war, nahm it Reid fünf Alben auf.
Vernon Reid sieht die Verbindung von Ulmer zum Blues eher in seinem Gesang als in seinem Spiel auf der Gitarre: "Er ist für mich als Sänger eine Mischung aus John Lee Hooker, Richie Havens und einem tiefen Vibrato." Reid produzierte die Alben Memphis Blood: The Sun Sessions (2001) und No Escape From The Blues: The Electric Lady Sessions (2003) und spielte auf diesen beiden Alben, die exklusive Covers enthalten, auch Gitarre. Während auf diesen beiden Lieder von Jimmy Reed, Howlin' Wolf, Muddy Waters, Son House, Brownie McGhee, Willie Dixon u.a. enthalten sind, zeigt Birthright (2005 ebenfalls von Reid produziert) Ulmer in alter Bar-Blues-Tradition als Sänger/Gitarrist, der bis auf zwei Songs nur Originale präsentiert.
Obwohl Afro-Amerikaner und aus South Carolina kannte Ulmer nur wenige Blues-Platten, die nicht in einem Jazz-Kontext standen, und überließ Reid daher die Auswahl der Lieder und der Begleitband. Er sah sich sogar die Martin Scorcese-Dokumentation über den Blues an, um sich einen Überblick über Musik und Interpreten zu verschaffen. "Zu viele Musiker blähen den Blues unnötig auf. Ich habe mich auf das Wesentliche beschränkt. Blues ist nicht dazu da, zwei Strophen zu singen und 15 Strophen Soli auf der Gitarre zu spielen."

Kommentare

Vielen Dank für den profunden Artikel! Ich war damals über die 'Are you glad...' auf ihn gekommen und wusste sonst wenig. Auch schön mit den Hörbeispielen!

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Hallo lieber Deeroy!
Irgendwie habe ich deinen anerkennenden Kommentar leider übersehen. Wieso weiß ich nicht & kann es nicht erklären. Leider habe ich deine Email-Adresse nicht, aber wenn Du hier lesen solltest: Danke - Rückmeldungen sind wichtig für mich, grade bei solchen aufwendigen Artikeln wie der Ulmer-Biografie.
Alles Gute für 2017

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