Zum Teil cineastisch - von Pasolini bis Bonanza - Nicht-Aktuelles aus der Film- und Fernsehwelt - Teil 1 - The Set Up von 1949 (Regie: Robert Wise)

Der erste Film, über den ich auf meiner Website schreibe, entstand im Jahre 1949 unter der Regie von Robert Wise (1914 - 2005) und erschien in Deutschland unter dem Titel Ring frei für Stoker Thompson (original The Set Up). Ich weiß nicht, ob ich den Film je in den 1970ern oder 1980ern Jahren schon einmal im TV gesehen hatte, aber zumindest war mir der Schauspieler Robert Ryan (1909 - 1973) aus etlichen Krimis und Western der Güteklasse A ein Begriff: Hour of the Gun 1967 (mit Jason Robards, James Garner), The Wild Bunch 1969 (Regie: Sam Peckinpah), Crossfire 1947 (mit Robert Mitchum).

Als ich jung war, konnte man wirklich noch gute Filme - vielleicht nicht grade die aktuellsten - im Fernsehen anschauen oder sehen: Ich kann mich entsinnen, dass ich im DDR II einen anderen Boxerfilm namens Zwischen Frauen und Seilen (im original Champion mit Kirk Douglas aus dem gleichen Jahr gesehen hatte, als es dort eine Kirk-Douglas-Reihe mit etlichen Filmen wochenlang mittwochs gab. Auch in den dritten Programmen des West-TV liefen -zig Retrospektiven, z.T. im O.m.U..
Damit der Leser hier die Chance hat, sich ein eigenes Urteil über diesen Film zu bilden oder einfach nur zu "konsumieren", habe ich hier einen The Set Up von 1949 - Original-Version in englischer Sprache mit dem kompletten Film im Original. Viel Spaß dabei.
Robert Wise war nicht irgendein Regiesseur. Seine Filme kennen auch Leute, die sich nur am Rande für die Filmkunst interessieren:
Star Trek: Der Film (1979),
Die Hindenburg (1975)
Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All (1971)
Kanonenboot am Yangtse-Kiang (1966) The Sand Pebbles (original title) mit Steve McQueen
West Side Story (1961) Musik Leonard Bernstein
Wenig Chancen für morgen (1959) Odds Against Tomorrow (original title) mit Robert Ryan und Harry Belafonte mit dem Soundtrack des Modern Jazz Quartett
Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951) The Day the Earth Stood Still (original title)
The Body Snatcher (1945) mit Boris Karloff und Bela Lugosi

Einleitung

The Set up wurde innerhalb von nicht ganz drei Wochen von der Filmproduktionsfirma RKO Radio Pictures in Schwarz/ Weiß gedreht. Die kurze Drehzeit, die Tatsache, dass nicht in Farbe gedreht wurde und vor allem die Filmdauer von 73 Minuten Länge, weisen ihn als B-Film aus. Die Handlung basiert auf einen Gedicht von Joseph Moncure March und beschränkt sich auf wenige Stunden im Leben des (fiktiven) Boxers Stoker Thompson, der seine beste Zeit hinter sich hat, das aber nicht wahr haben will.

Handlung Teil 1 - to set Stoker Thompson up

Die Hauptrolle wurde mit Robert Ryan besetzt, der mit Abstand der bekannteste Schauspieler in diesem Film-Ensemble ist und dessen Karriere bis zu seinem Tod 1973 ein hohes Niveau hatte. Mit 40 Jahren zeigt er sich in sehr guter physischer Verfassung und man nimmt ihn einen in die Jahre gekommenen Profi-Boxer ab, was auch daran liegen mag, dass Ryan in seiner Jugend selbst einmal als Amateur geboxt hatte.
Eine zweite Hauptrolle oder einen zentralen Gegenspieler gibt es in diesem Film nicht, obwohl der Hauptdarsteller erst nach sieben Minuten das erste Mal zu sehen ist, d.h. richtig zu sehen ist. Der Film beginnt - wie ein Boxkampf - mit dem Gong und während der Vorspann mit Titel, Besetzung, Regie etc. läuft, sieht man die Beinarbeit zweier Boxer während eines Kampfes. Obwohl die Oberkörper der Kämpfer nicht im Bild zu sehen sind, ist klar, wer gewinnt bzw. verliert. Mit dem Ende des Filmvorspannes geht einer der Boxer K.O.: Es ist Stoker Thompson; man erahnt es mehr, als dass man ihn wirklich erkennt.
In der nächsten Einstellung wird klar, dass dieses Ereignis vor einigen Wochen oder Monaten geschehen sein muss: Die Kamera führt den Zuschauer immer näher an eine Veranstaltungsstätte namens "Paradise City" heran, die mit Box- und Ring-Veranstaltungen wirbt. Schon in der ersten Szene mit Dialog wird klar, hier schenkt man sich nichts, es herrscht Konkurrenz auch auf der untersten Ebene der Hierarchie, egal wohin man geht oder schaut: Ein junger Zeitungsverkäufer dringt in das "Revier" eines Box-Programm-Verkäufers ein, der ein Ex-Boxer ist und dessen Gehirn anscheinend durch seinen Sport in Mitleidenschaft gezogen wurde. Als der Ex-Boxer den Eindringling doch eher versöhnlich darauf hinzuweisen versucht, dass er seine Programme nur hier verkaufen kann, während der Zeitungsverkäufer seine (billigeren) Zeitungen (natürlich inklusive der kompletten "Fight Card") auch woanders los wird, wird er nur verächtlich zum "Kurve Kratzen" aufgefordert. Schon in dieser Einführung wird gezeigt, Freundlichkeit wird als Schwäche ausgelegt, Respekt zollt man nur dem Stärkeren oder demjenigen, von dem man irgendetwas haben oder den man manipulieren will.

Bevor Stoker Thompson und seine Ehefrau, die ihn - den Journeyman - von Stadt zu Stadt, von Kampf zu Kampf begleitet, in die Handlung eingreifen, werden uns kurz die restlichen Akteure des Dramas vorgestellt: Neben einigen verschiedenen Zuschauer-Typen, auf deren Reaktionen im Laufe des Kampfes später immer wieder geschnitten werden wird, lernt der Zuschauer Stoker's Manager Tiny und Trainer Red sowie den Manager des Gegners Tiger Nelson kennen. Die beiden Manager der Boxer verabreden, dass Thompson für eine Gegenleistung von 50 Dollar mit Absicht gegen den jungen und aussichtreicheren Boxer Nelson verlieren soll: Der Begriff Set Up kann hier mit Plan übersetzt werden, aber er findet sich auch in der Redewendung to set somebody up wieder (übersetzt etwa jemandem eine Falle stellen. Und eine Falle wird Stoker Thompson gestellt, denn sein Manager ist der Überzeugung, dass sein Boxer gegen den jungen Nelson soundso keine Chance hat. Warum sollte er Stoker, der vermutlich soundso nicht einwilligen würde, einweihen und dann auch noch die Bestechung durch drei (Stoker's Trainer ist bereits eingeweiht) teilen? Dem Manager des gegnerischen Kämpfers wird jedenfalls versichert, dass Stoker informiert ist und zur Farce zugestimmt hat: Zwei Runden "übersteht" er, dann geht er irgendwann in den nächsten beiden Runden K.O.. Eine weitere Brisanz ist, dass der Manager des Boxers Nelson nur im Auftrag des Gangsters "Little Boy" agiert, dem eigentlichen Besitzer von Tiger Nelson und der nicht mit sich "spaßen" lässt. Typisch für diese Charaktere ist (wieder einmal) die Abwesenheit von jeglicher Loyalität oder Ehrlichkeit: So wie Stoker's Manager Tiny den Trainer Red anlügt, er habe 30 Dollar (statt der tatsächliche Summe von 50) für das Set Up erhalten, so wird später der Trainer Red seinem "Schützling" Stoker bewusst falsche Ratschläge und Taktiken geben, damit dieser ja gar nicht doch noch gewinnt,denn im Gegensatz zu Tiny weiß der Trainer um die boxerische Gefährlichkeit des Kämpfers.

Handlung Teil 2 - Stoker und seine Ehefrau Julie

Wie erwähnt begegnen wir den beiden nach sieben Minuten in einer einfachen Pension, die dem Paar als zeitweiliges Zuhause dient. Während Julie die Trainingstasche packt, reißt der klingelnde Wecker Stoker aus dem Schlaf. Der große Zeiger der Uhr steht auf "11" (Minuten), bei "10" ist man aber schon ausgezählt. Es ist nicht das erste Bild, dass uns klar machen soll, die Zeit des Boxers ist vorbei, egal wie auch der heutige Kampf ausgehen wird: Kurz zuvor zündete der Manager Tiny noch seine Zigarre mit einem Streichholz an, das er in Brand setzte, indem er mit ihm Strokers Namen auf einem Plakat an einer Hauswand "durchstreicht".
Selbst die Ehefrau glaubt nicht, dass Stoker eine Chance gegen den um 12 Jahre jüngeren Gegner hat und will deshalb nicht - wie sonst üblich - zur moralischen Unterstützung - dem Kampf als Zuschauer beiwohnen, sie versichert aber, dass sie auf ihn warten würde. Julie sagt:"Vielleicht kannst Du die Schläge noch einstecken, ich nicht mehr." Sie will, dass ihr Mann endlich seine Karriere als Boxer beendet und ist bereit, finanzielle Einbüßen dafür in Kauf zu nehmen, wenn dadurch nur seine Gesundheit erhalten bliebe. Er will durch einen Sieg noch ein bis zwei gut bezahlte Kampftage ergattern, um sich Anteile an einem jungen Box-Talent zu sichern oder ein kleines Geschäft zu erwerben. Diese Wünsche lassen sich nicht miteinander vereinbaren, das wissen beide. Der Boxer hinterlässt die Eintrittskarte, als er sich in auf den Weg zur Kampfstätte macht, in der Hoffnung seine Frau ändere ihre Meinung doch noch. Zwar folgt sie kurze Zeit später, macht dann aber verzweifelt am Eingang zur Arena aus erwähnten Gründen eine Kehrtwende.
Stattdessen schlendert sie zur Ablenkung durch die Geschäftsstraße der Stadt. Dort versucht ein Mann sie zum Tanzen einzuladen, aber auch wenn sie nicht mehr an Stoker als Boxer glaubt, ist sie in allen anderen Dingen loyal gegenüber Stoker und lehnt ab. Schließlich gelangt sie in ein etwas weiter abgelegenen Park. Von einer Brücke aus betrachtet sie die Züge, die unter dieser hindurch rasen, was sie grade denkt weiß man nicht, aber sie zerreißt die Eintrittskarte und wirft die Schnipsel in Richtung der Gleise.
An Stokers Boxkarriere glaubt sie jedenfalls nicht mehr: Als sie eine Radio-Übertragung des Kampfabends zufällig anhört und über ein Knockout berichtet wird, geht sie (fälschlicherweise) sofort davon aus, das es sich beim unterlegenen Boxer um ihren Mann handeln muss.

Handlung Teil 3 - Warten auf den Kampf

Handlungsort ist die Umkleide-Kabine der Boxer, eine Mischung aus Zelle und Wartehalle. Hier sind Boxer aller Art zu finden:
Der Debütant, der noch nicht weiß, wohin ihn das Boxen führen wird (nach oben oder unten);
der Angeber, der meint, er hätte den Durchblick und wüsste, wo es lang geht;
der selbstbewusste Kämpfer, der ein Ziel vor Augen hat;
der religiöse Boxer, der Zweifel hat;
der Boxer, der zu viel in seiner Karriere eingesteckt hat und sich weder im noch außerhalb des Ringes zurecht findet;

All das gehört für Stoker zur Routine und bewusst oder unbewusst, versucht er sich einzuordnen, an welcher Stelle dieser "Rangliste" er mit seiner Karriere nun steht oder bald stehen wird: Contender, Steigbügelhalter bzw. Prüfstein für andere, jüngere Boxer, die in der Rangliste aufsteigen wollen oder (bald) nur noch Kanonenfutter? Nacheinander werden die Boxer in den Ring gerufen, um genau nach Beendigung ihres Kampfes mit ihrem Urteil in die Umkleide-Kabine zurück zu kehren: Sieg oder Niederlage bzw. ist die Karriere beendet oder geht es noch weiter damit.

Handlung Teil 4 - der Kampf

Es gibt drei Parteien mit unterschiedlichem Wissenstand:
Den höchsten haben Stokers Manager und Trainer: Sie betrügen sowohl Stoker als auch das betrügerische andere Boxlager.
Das gegnerische Boxlager (inklusive des Boxers Nelson) dagegen glaubt, Stoker sei in den Plan (the set up) eingeweiht, was natürlich falsch ist und wird betrogen (betrogene Betrüger).
Stoker ist ebenso fehl informiert - allerdings wird er ohne es zu wissen, sogar doppelt betrogen: von seinem Team und dem gegnerischen Boxlager.
Wegen dieser unterschiedlichen Grundvorausetzungen wird die Absprache (the Set Up) nicht eingehalten und es kommt zum echten Kampf, den Stoker durch KO gewinnt.

Handlung Teil 5 - nach dem Kampf - die Auszahlung (the pay off)

"Wer Erfolg hat, hat recht (oder das Recht?)!" sagt ein Sprichwort. Natürlich muss man ERST den Erfolg haben, damit man SPÄTER (also danach) auch RECHT bekommt. Im Falle von Stoker bekommt er sein Recht in Form von Respekt und Anerkennung durch das Publikum, wenn auch nur für kurze Zeit.
Denn kurze Zeit später taucht Little Boy auf und Stoker weiß sofort, dass das nichts Gutes bedeuten kann. Der Betrüger fühlt sich betrogen und kündigt an, dass der Boxer noch "bezahlen" wird. Diese Art der Bezahlung erfolgt in Form von Gewalt und einer gebrochenen Hand, was gleichbdeutend mit dem Ende der Laufbahn des Boxers ist. Dabei ist es unwichtig, dass Stoker unschuldig ist: In jedem Fall MUSS bezahlt werden und zwar UMGEHEND, um das eigene Gesicht zu wahren. Zeitraubende Aufklärungsarbeit kann immer noch danach geleistet werden. Tiny und Red werden wahrscheinlich auch noch zahlen müssen, aber das ist eine andere Geschichte, die der Film nicht mehr erzählen wird. Während sich der schwer geprügelte (Ex)-Boxer sich ins Hotel schleppt, ist auch schon wieder sein hart erkämpfter "Ruhm" erloschen: Ein Liebespaar, das ihn aus dem ersten Stock herum torkeln sieht, hält ihn ohne nachzudenken für jemanden, der über den Durst getrunken hat - auch hier nicht die Spur von Mitgefühl.

Handlung Teil 6 - Stoker und Julie - we both won tonight (wir haben heute abend beide gewonnen)

So lautet jedenfalls der Schluss des Films, der von Julie ausgesprochen wird, nachdem Stoker sagt, er habe gewonnen. Ob das wirklich auf die zukünftige finanzielle Situation zutrifft, ob man sich nun ein kleines Geschäft kaufen kann, ob Stoker dazu vielleicht noch einen jungen Boxer trainieren kann und auf diese Weise dem Boxgeschäft als fairer Berater erhalten bleibt, steht in den Sternen.
Aber hat sich nicht korrumpieren und verbiegen lassen. Vielleicht zählt das für die meisten Menschen nicht mehr, aber zumindest für ihn hat das eine Bedeutung. Auch darin besteht ein Sieg für ihn. Für seine Frau ist es ein mehr ein Gewinn als ein Sieg, dass ihr Mann seine Gesundheit als Boxer nicht mehr aufs Spiel setzt.

Persönliche Worte und meine Interpretation

Es ist leicht in den Verdacht zu geraten, ein Nostalgiker zu sein, wenn man sich mit einem fast 70 Jahre alten B-Film in dem Ausmaß befasst, wie ich es grade mit diesem Artikel tue. Und in der Tat leite ich diesen Artikel anscheinend sogar mit einem Anflug von Nostalgie ein, wenn ich von meiner "schönen Fernseh-Jugendzeit" in den 70er und 80er Jahren berichte.
Allerdings habe ich mich für diese Einleitung entschieden, um auch zu erklären, wie ich mit dieser Art von Filmen erstmalig in Berührung gekommen war. Was vielen jüngeren Zuschauern dieser Filme nicht klar ist (und auch von vielen damaligen Zuschauern vergessen wird), ist die Art, unter welchen Bedingungen diese Filme damals gesehen wurden: In schlechter Bildqualität, geringer Auflösung, oft in Schwarz/Weiß und analog. Das bedeutete, ein Film musste diese Mankos irgendwie ausgleichen können, sei es durch gute Darsteller, einer Aussage, Handlung oder einer Atmosphäre, die sich trotz der technischen Einschränkungen auf den Zuschauer übertragen ließ. Denn auch damals waren diese Filme schon alt und waren deshalb fast aus den Kinos verschwunden.
Boxerfilme wurden schon immer gedreht und natürlich auch im 21.Jahrhundert: Ali von 2001, Million Dollar Baby von 2004, Das Comeback von 2005, Rocky Balboa von 2006, The Fighter von 2010, Creed - Rocky's Legacy von 2015 und Southpaw von 2015 seien hier genannt.
In dem Film "The Set Up" von 1949 erfahren wir so gut wie nichts über die Akteure. Der Zuschauer weiß nicht, wie der Boxer Thompson zum Boxen kam, wie sein sozialer Hintergrund ist, wir wissen nicht, wie er seine Frau kennen gelernt hat und vor allem nicht wann (war er damals noch ein viel versprechender Boxer oder war seine Karriere bereits dem Niedergang geweiht). Wir wissen auch nichts über die anderen Charaktere und warum sie so handeln wie sie handeln.
Das Thema des Filmes ist die Isolation von Stoker Thompson und die damit einher gehende fehlende Loyalität seiner Umwelt ihm gegenüber. Wie bereits erwähnt gibt es in dem Film nur eine Hauptfigur, denn der Gegenspieler bzw. die eigentlichen Gegner des Boxers Stoker Thompson sind eben dieses Abgeschnitten-Sein, das fehlende Verständnis und Nicht-Kümmern seiner Umwelt, die sich nicht nur für ihn nicht interessiert, sondern generell allem gegenüber desinteressiert eingestellt ist, was nicht mit einem selbst zu tun hat.
Es finden in dem Sinn auch nur wenige richtige Gespräche oder überhaupt so etwas wie Kommunikation in dem Film statt, wenn man unter einem Gespräch etwas versteht, dass eine Zustimmung, eine Akzeptanz (oder wenigstens eine Zurkenntnisnahme) bei dem Zuhörenden zur Folge hat und in diesem Sinne Auswirkungen auf sein anschließendes Handeln haben wird. Die wenigen Punkte des Verbunden-Seins und der Kommunikation sind:
Die kurzen Begegnungen zwischen Stoker und dem Programm-Verkäufer (und Ex-Boxer), die wegen der relativen Einfachheit des letzteren natürlich nur im eingeschränkten Maße stattfinden können, aber immerhin finden sie statt; als negatives Gegenbeispiel sei hier der Boxer Gunboat Johnson erwähnt, der mit ähnlich geringer Intelligenz ausgestattet auch nur sich als den Mittelpunkt des Universums begreift.
Eine andere Gelegenheit des sich Verbunden-Fühlens geschieht, als der schwarze Boxer darüber spricht, dass er seinen Gegner besiegen wird und über weitere Pläne redet.
Am Schluss des Filmes gibt es eine Verbundenheit mit seiner Ehefrau, die in dem Satz "We won both tonight" von Julie gipfelt. In wie weit es sich um einen gemeinsamen Sieg handelt, ist schwer zu sagen, da man eben so wenig von den Charkteren weiß.

Meine Kritikpunkte

An diesem Film werden immer wieder die bemerkenswert realistischen Kampfszenen gelobt. Ich finde, die Kampfszenen sind grade der Schwachpunkt des Filmes:
Sie werden tasächlich in Realtime inklusive der einminütigen Pause eins zu eins gezeigt, d.h. man sieht einen gestellten Kampf, der zwar gut in Szene gesetzt ist, aber selbst ein wenig hochwertiger realer Kampf von vier Runden ist immer noch interessanter als dieser gespielte Fight, es sei denn, man hat noch nie einen gesehen. Die Zwischenschnitte auf die Zuschauer, die auch Schauspieler sind und eben nicht gefilmt wurden, während sie einen realen Kampf anschauen, sind langatmig und auf die Dauer unwitzig, sogar nervend.
Wer will, kann hier gerne "vorspulen", ohne dass er all zu viel versäumt. Aber abgesehen davon, ist der Film sehr gut und aus meiner Sicht empfehlenswert.
Der Film kann hier The Set Up von 1949 - Original-Version in englischer Sprache herunter geladen werden. Einfach die Firefox-Erweiterung VIDEO DOWNLOAD HELPER im Browser installieren und dann damit den Film, der im .avi-Format ist, auf den PC laden. Der Film kann auch auf DVD-Spielern, die den DivX-Code unterstützen und das sind die meisten, problemlos gesehen werden. Der englische Untertitel ist hier The Set Up von 1949 - Untertitel in englisch herunter zu laden.

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